Adobe Stock - f11photo
Sabbat Vergangenheit und Zukunft

Mord auf dem Roten Platz

Der Sabbat in Russland

»Ich bin Iwan Kurizin. Ich bete um Mut, heute mit Würde in den Tod zu gehen. Ich sterbe, weil ich glaube, was die Heilige Schrift, Altes und Neues Testament, bezeugt. Ich sterbe heute, weil ich den siebten Wochentag als heiligen Sabbat des HERRN gehalten habe.«

Die Nowgorod-Moskau-Bewegung

Die Scheiterhaufen vor 500 Jahren in Moskau besiegelten den Tod der russischen Reformation des 15. Jahrhunderts – einer Reformation, in der man dazu aufgerufen hatte, den Samstag als siebten Tag zu heiligen, als Sabbat.

Iwan Kurizin [Ivan Kuritsyn] war ein angesehener russischer Theologe und der Führer jenes Aufstands, den Historiker die Nowgorod-Moskau-Bewegung nennen. Als der Zar – Iwan der Große – um 1480 Nowgorod einnahm, war diese Bewegung bereits in vollem Gange.

Zwei russisch-orthodoxe Priester standen im Zentrum der Bewegung in Nowgorod. Iwan der Große holte sie von Nowgorod nach Moskau, weil er selbst ein wenig mit den Ansichten der Reformatoren sympathisierte. Er setzte sie als Priester der beiden wichtigsten Kathe­dralen in Moskau ein.

Der Zar war jedoch nicht der einzige Sympathisant der Reformation. Die Nowgorod-Moskau-Bewegung erreichte höchste Regierungsebenen und den innersten Kreis des Zaren.

Machtprobe am Zarenhof

Die historischen Ereignisse lesen sich wie ein spannender Krimi. Auf der einen Seite Elena Stefanowa, die verwitwete Schwiegertochter des Zaren. Sie gehörte zu den Subbotniki – also den Sabbathaltern.

Lesen Sie das vollständige “hoffnung HEUTE” Magazin als Printausgabe oder nutzen Sie unser digitales Angebot auf Ihrem Tablet, Smartphone oder am PC/Mac.