© Durbed, durbed.deviantart.com/art/Happy-New-Year-from-Hell-Creek-345906630, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37131266
Wissenschaft

Wissenschaftliche Belege für eine junge Erde

Sind Dinosaurier viel jünger als angenommen?

Die Hell Creek-Formation im westlichen Nordamerika ist eine wahre Schatzgrube für Fossilien aller Art und besonders berühmt für ihre Dinosaurierfunde. Bekannte Sauriergattungen wie Tyrannosaurus und der dreihörnige Triceratops, aber auch unzählige Säugetiere, Fische, Reptilien und Pflanzen sind hier zutage gefördert worden.

Doch gerade diese geologische Formation versetzte die Vertreter der Evolutionstheorie in helle Aufregung, als die Molekular-Paläontologin Mary Schweitzer 2005 Überreste von Blutgefäßen und Zellen fand – im Oberschenkelknochen eines Tyrannosaurus Rex, der eigentlich fast 70 Millionen Jahre alt sein sollte. »Ich war total überrascht«, sagte die Forscherin der Zeitschrift Science, »und konnte es erst glauben, als wir den Versuch 17-mal durchgeführt hatten.«
Ihr Unglaube hat seinen Grund: Normalerweise ist das empfindliche Weichgewebe das Erste, was nach dem Tod eines Lebewesens zerfällt. »Nach den Gesetzen von Chemie und Biologie und allem, was wir wissen, dürfte es nicht vorhanden sein; es müsste vollständig abgebaut sein«, meinte Schweitzer 2010 in einem Interview (6:37 min). Entsprechend erschüttert reagierte die evolutionistische Fachwelt auf die Entdeckung: Das Smithsonian-Institut nannte sie einen »Schocker«, das Discovery-Magazin »gefährlich«, die Nachrichtenshow 60 Minutes sprach von einer »radikalen Herausforderung der existierenden Wissenschaftsregeln«. Der deutsche Spiegel ließ die totale Unvereinbarkeit des Fundes mit der Evolutionslehre einfach unerwähnt und sinnierte stattdessen über die fantastischen Möglichkeiten für Klonforscher, sollte man auf Saurierzellen mit intakter DNS stoßen.

Interessanterweise ist Mary Schweitzer zwar bekennende Christin, doch hält sie die Chronologie der Evolutionstheorie für glaubhafter als den biblischen Bericht von Schöpfung und Sintflut. So brachte sie selbst 2013 die These auf, Eisen könnte den Zerfall des Gewebes über Jahrmillionen verhindert haben, ähnlich der Wirkung von Formaldehyd. In einem Experiment stellte sie fest, dass Hämoglobin die Haltbarkeit von Gewebe bei Raumtemperatur von etwa drei Tagen auf über zwei Jahre erhöht. Doch diese Entdeckung stärkt eher die Position der Kreationisten, wie der Chemiker Dr. Jonathan D. Sarfati erklärt:

»Aus biblisch-kreationistischer Sicht macht dies bis zu einem gewissen Punkt durchaus Sinn. Die gemessenen Zerfallsraten einiger Proteine passen zu einem [Fossilien-]Alter von etwa 4 500 Jahren (seit der Sintflut), aber nicht zu Jahrmillionen. Doch selbst nach 4 500 Jahren ist es überraschend, nicht nur Eiweiße, sondern auch Zellmikrostrukturen vorzufinden, wenn man bedenkt, wie schnell sie normalerweise von Bakterien angegriffen werden. Diese Ansätze können helfen zu erklären, wie sie Jahrtausende überleben konnten, aber für Jahrmillionen sind sie völlig unglaubwürdig … da diese Art Konservierung den gewöhnlichen Zerfall durch Wasser (Hydrolyse) über lange Zeiträume nicht aufhalten würde.«

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